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Ehrung Schulweghelfer 2026

Am 09.09.2026 führte die Kreisverkehrswacht Neuburg-Schrobenhausen zum 29. Male Ihre traditionelle „Dankeschön-Veranstaltung“ für ehrenamtliche Schulweghelferinnen und Schulweghelfer in Marienheim durch, an der neben 90 Ehrenamtlichen auch heuer wieder zahlreiche Ehrengäste aus Kommunalpolitik, der Polizei und Schulen teilnahmen.

Nach einem gemeinsamen Tagesausflug in die Altstadt von Dinkelsbühl und einem Besuch des Römerparks in Ruffenhofen wurden am Abend nach einem gemeinsamen Buffet 34 Schulweghelferinnen und Schulweghelfer für ihr langjähriges Engagement mit Ehrenurkunden, den Symbolfiguren der Gemeinschaftsaktion und einem Präsent der Kreisverkehrswacht ausgezeichnet.

Besonders bemerkenswert waren dabei das 25-jährige Engagement von Frau Hannelore Strasser aus Weichering sowie die 30-jährigen Jubiläen von Sabine Kranner und Claudia Riepl aus Neuburg in dieser so wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit.

Landrat Thomas Mack dankte den Schulweghelfern in seinem Grußwort für ihre unermüdliche Arbeit für die Gemeinschaft und lobte die Beständigkeit der Jubilare, die seit vielen Jahren an Übergängen, Schulbushaltestellen und Verkehrskreiseln ihren Dienst in ihrer Heimatgemeinde verrichten.

Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Jürgen Schermbach, betonte in seiner Ansprache, dass seit 44 Jahren kein Schulkind an einem gesicherten Übergang in ganz Bayern bei einem Schulwegunfall schwer verletzt oder gar getötet worden sei und dass dies die wertvollste Form der Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit sei. Seit 1975 hat sich die Zahl der schweren Schulwegunfälle in Bayern deutlich reduziert. Nach wie vor ereignen sich jedoch in Bayern pro Jahr über 600 polizeilich erfasste Unfälle auf dem Schulweg. Mit der landesweiten Spannbandaktion zum Schuljahresbeginn fordern die Verkehrswachten gemeinsam mit Kommunen und Schulen alle Verkehrsteilnehmenden deutlich sichtbar auf, sich unseren Schulneulingen und allen anderen Schulkindern gegenüber rücksichtsvoll und partnerschaftlich zu verhalten.

Zusätzliche Probleme vor Schulen bereitet mittlerweile die zunehmende Anzahl der „Elterntaxis“. Eltern halten oft verbotswidrig direkt vor der Schule und behindern oder gefährden andere Kinder auf ihrem Schulweg. Die Fahrt mit dem Auto ist nicht sicherer, sondern sorgt eher für zusätzliche Gefahren. Die Verkehrswachten empfehlen daher, lassen sie Kinder besser zu Fuß gehen. Die Bewegung ist gesund und fördert die Konzentration im Unterricht. Gleichzeitig machen Kinder auf dem Schulweg wichtige Erfahrungen als Verkehrsteilnehmer.

Schermbach forderte die Anwesenden auf, auch heuer im Rahmen des Schulbeginns im September gerade die jungen Eltern der Kinder aus der ersten Jahrgangsstufe anzusprechen, sich der wichtigen gemeinschaftlichen Aufgabe als Schulweghelfer anzuschließen und bot hierfür Einweisungen durch den Jugendverkehrserzieher der Polizeiinspektion Neuburg an. Gut aufgestellt ist die Kreisverkehrswacht bereits jetzt – allein im nördlichen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen verrichten im kommenden Schuljahr exakt 257 erwachsene Personen aktiv Schulwegdienst in 6 Gemeinden und der Großen Kreisstadt Neuburg – ein neuer Rekord für den nördlichen Landkreis.